Angkor Wat: Eine Reise in die Vergangenheit

Am Tag zuvor hatten wir uns auf unsere eigene Reise nach Angkor Wat vorbereitet. Wir mieteten ein Motorrad und kauften im Voraus Eintrittskarten. Nach dem Frühstück furen wir sofort nach Angkor Wat. Unterwegs wurden wir von der Ticketkontrolle an einem „Check Point“ kontrolliert. Wenn man aus Siem Reap in Richtung Ruine fährt, muss man im Prinzip nur gerade aus fahren. So lange, bis man an einem flussähnlichen Graben ankommt. Trotzdem ist es immer besser, ein Navi dabei zu haben!

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Der Motorradparkplatz war etwas weiter entfernt und es gab eine Person, die uns den Weg wies. Von dort aus fuhren wir auf einer gut gepflasterten Straße weiter. Die Gegend war früher eine unbefestigte Straße mit Essensständen, aber in der Post-Corona-Welt war sie mit schönen Restaurants und Souvenirläden geschmückt. Während der Regenzeit, zu der Zeit in der wir dort waren, gibt es eine temporäre Brücke auf der rechten Seite der Straße. Wenn man den Schildern und den Menschenmassen folgt, kommt man auf jeden Fall ohne Probleme ans Ziel.

Der ehemalige Hindu-Tempel: Angkor Wat

Südostasien ist überwiegend buddhistisch geprägt. Kambodscha ist eines dieser buddhistischen Länder. Die berühmteste Touristenattraktion Kambodschas, das Angkor Wat, war ursprünglich ein Hindutempel. Im späten 16. Jahrhundert wurde er in einen buddhistischen Tempel umgewandelt und ist auch heute noch buddhistisch geprägt.

Aufgrund dieser architektonischen Geschichte kamen viele Touristen aus Indien. Die Hagia Sophia in Istanbul, Türkei, wurde ursprünglich als christliche Kirche gebaut, später aber in eine islamische Moschee umgewandelt. Solche Umwandlungen gehen natürlich nicht spurenlos an den Bauwerken vorbei. Wir waren überrascht als wir hörten, dass das gleiche auch mit dem Angkor Wat geschehen ist.
Das Angkor Watt und die Tempelkomplexe gehören seit 1992 zum Weltkulturerbe. Beim ersten Anblick fällt einem sofort die Symmetrie der Türme und der Nebengebäude auf.

Angkor Wat war in drei „Sektoren“ unterteilt. Nachdem man eine Brücke überquert, ein Tor durchschritten und einen geraden Weg zurückgelegt hatte, gelangte man schließlich hinein. Da wir während der Regenzeit dort waren, war das steinerne Angkor Wat an einigen Stellen mit Moos bedeckt, was eine fantastische Atmosphäre schuf. Der Innerste „Sektor“ war am kühlsten. Der Grund dafür könnte in den vielen Säulen und den vielen Fenstern liegen, die den Blick nach draußen erleichtern, aber dennoch viel Schatten spendeten. Es sah so aus, als sei es so gestaltet, dass das Licht leicht eindringen konnte. Die Erbauer dieses Tempels hatten das bestimmt nicht im Sinn, aber die Fenster sehen aus wie Bilderrahmen, wodurch es heute ein sehr fotogener Ort ist.

Ein Weg durch den Innenhof führt zu einem zweiten „Sektor“. An den Wänden von Angkor Wat sind verschiedene Wandmalereien angebracht. Hier und da wurden Devatas, also Göttinnen, gemalt, die einen Tanz namens Apsara tanzen. Das Wort Apsara stammt offenbar aus der altindischen Mythologie. Es war auch offensichtlich, dass dieser Bereich ursprünglich ein hinduistisches Gebäude war.

Als wir unseren Rundgang fortsetzten, fanden wir noch viele schön Bildhauereien. Das Bild unten zeigt den oberen Teil von Angkor Wat. Man konnte auf die Spitze des Tempels steigen. Während Corona noch in vollem Gange war, war die Anzahl der Personen beschränkt, die an einem Tag dorthin gehen konnten, begrenzt. Als wir dorthin gingen, gab es keine Warteschlange und wir konnten sofort die Treppen erklimmen. Dieser „Sektor“ wird über eine Treppe erreicht, die sehr steil ist und die einzelnen Stufen sehr breit sind. Außerdem sind die Steinstufen wegen der Regenzeit sehr rutschig, weshalb eine extra Treppe gebaut wurde.

Glücklicherweise regnete es nicht, als wir die Besichtigung machten. Wir beendeten unseren Besuch langsam bei einer angenehmen Brise und machten uns auf den Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit. Die nächste Sehenswürdigkeit ist der Bayon-Tempel.

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